| Bei folgenden
Problemen bitte über unser
Marderhilfsnetz-Forum an uns wenden: Erbrechen
der Milch, Grüner Kot, Darmvorfall, anhaltender
Durchfall, Hautprobleme (Schorf oder Bläschen),
Gewichtsabnahme, Verweigern der Milch, Husten, Niesen
oder Röcheln, Fieber, Krämpfe, häufiges
Schreien usw. Weitere Gesundheitsprobleme finden sie
unter "häufigste
Probleme".
Gesundheitliche
Probleme bei Baby's
Eine
ungefähre Altersschätzung können sie
anhand der Tabelle auf der Seite "Baby
gefunden" machen.
Jetzt kommt es darauf an,
wie der gesundheitliche Zustand ist.
Bläschen
am Bauch:
Das
kann viele Ursachen haben: Antibiotika, Übersäuerung,
falsche Milch oder Milchzugaben wie Joghurt oder andere
Sauermilchprodukte.
Dazu ist generell folgendes zu sagen:
Bläschen deuten bei Milchbabys meist auf Darm/Leberprobleme
hin. Bitte die Milch (Haltbarkeit) überprüfen,
Wasser besser abkochen, keinen Tee (Fenchel oder Kamille)
zugeben. Falls das alles berücksichtigt wurde,
ist die Milch vermutlich zu dick angemischt, was die
Leber überlastet. In dem Fall für die nächsten
2-3 Mahlzeiten mehr Wasser zum Pulver geben und erst
langsam wieder an das normale Mischungsverhältnis
angleichen.
Falls
es trotzdem weitergeht und die Bläschen nicht verschwinden:
1. Die Bläschen nicht unnötig reizen oder
einreiben. Wenn, dann nur ganz sanft mit Kamillentee
betupfen.
2. Keine Salben - die decken die Bläschen nur Luftdicht
ab und Bakterien können sich vermehren.
3. Peinliche Sauberkeit: Bakterien auf der Haut verschlimmern
die Lage. Also, Kot und Urin sofort wegnehmen. Verschmutzte
Körperstellen mit Wasser reinigen.
4. Antibiotikum führt zu weiteren Problemen. Die
Darmflora wird zerstört. Vorallem bei sehr kleinen
Marderchen führt AB wiederum zu Leberproblemen.
Würde zwar erstmal zu einer Besserung führen,
aber später erneut zu Bläschen führen.
5. Unverzüglich mit einer Akutkur beginnen. Anleitung
dazu unter : Schüssler
- Akutkur Plan Bitte die Zeiten genau einhalten.
6. Weiteres Vorgehen hängt von der Art der Bläschen
ab. Zu unterscheiden wären hier Blächen mit
eirigem Inhalt / Bläschen mit weißen Inhalt
/ Bläschen mit wässrigem Inhalt. Hier muß
aber die Behandlung besprochen werden.
7. Stulmisan zur Milch geben. Eine sehr kleine Messerspitze
pro Milchmahlzeit. Ist beim Tierarzt erhältlich.
Bei
Problemen oder Fragen bitte an uns wenden.
Dicker Bauch (Blähungen):
Symptome: Baby hat einen
aufgegasten Bauch, leichtes Klopfen auf den Bauch führt
zu hohlem Geräusch, Babys winden und drehen sich
öfter.
Die Milch bei einer Mahlzeit
etwas dünner anrühren. Im Extremfall sogar
eine Mahlzeit komplett mit Fencheltee ersetzen (der
Tee darf nur zweiter Aufguß sein um die Schwebstoffe
zu beseitigen - also Beutel ins heiße Wasser und
wegschütten, dann zweiten Aufguß benutzen
und vor Fütterung nochmal verdünnen). Beim
Füttern mit der Flasche darauf achten, dass nicht
zuviel Luft geschluckt wird - Flasche so halten, dass
der Nuckel mit Milch gefüllt ist. Außerdem
hilft eine
"Heiße
7":
1 ml
warmes Wasser (sollte sehr warm sein aber nicht heiß)
+ 10 Globuli Schüssler Nr. 7 (PZN 2889992). Innerhalb
2 Minuten tropfenweise verabreichen. Das bindet
das Amoniak und entbläht sofort.
Chemische Zusätze
wie "Sab Simplex" sind nicht nötig. Besser
ist die Zugabe einer Messerspitze "Stulmisan"
(beim Tierarzt erhältlich). Sollte das Problem
danach nicht gelöst sein, bitte an uns wenden.
Wenn das Kleine dazu noch schlapp ist, wäre es
sinnvoll eine Kotprobe zum Tierarzt zu bringen und auf
Parasiten, Giardien und Kokzidien untersuchen zu lassen.
Bei positivem Befund kommt es auf die Schwere des Befunds
an, ob und was gegeben werden soll - bitte nicht einfach
entwurmen - die meisten Mittel enden tödlich. Erst
mit uns abklären.
Viel schreien:
Einzelkinder schreien wesentlich mehr als in einer Gruppe.
Hier hilf nur viel schmusen und Liebe. Aber bitte nicht
vergessen es ist ein Baby und muß viel schlafen
- also bitte nicht herumtragen oder Kindern zum Schmusen
oder Spielen geben. Außerdem helfen Schüssler
Globuli Nr. 7 (Magnesium phosphoricum). 5 Globuli in
3 ml Wasser auf 3 mal verteilt über den Tag - gern
auch öfter)
Die PZN-Nummern aller Salze finden sie unter "Schüsslersalze
- Übersicht mit PZN-Nummern".
Weitere mögliche Ursachen: Parasiten wie Giardien
oder Kokzidien - in dem Fall sind die kleinen zunächst
hyperaktiv und werden dann sehr schlapp. Auf jeden Fall
eine Kotprobe (mind. 3 verschiedene Kotausscheidungen
als Sammelprobe) zum Tierarzt bringen.
Zahnung ! Ab
der ca. 4. Woche (300 Gramm) beginnen die Milchzähnchen
durchzubrechen. Das bedeutet Streß für die
Marderchen. In dieser Zeit (ca. 1-2 Wochen) kann die
Trinkmenge etwas weniger werden. Meist wird jetzt auf
dem Nuckel mehr herumgelutscht als getrunken. um die
Trinkzeit dadurch nicht unnötig zu verlängern,
gibt es einen kleinen Trick: Ziehen sie die Nuckelflasche
langsam weg. Die Angst, die "Zitze" zu verlieren
verursacht dann meist ein kräftigeres Nuckeln.
Wenn es mehrere Babys sind, bringt es oft was den Rest
der Flasche nach der Einzelfütterung direkt in
die Gruppe zu halten. Jeder möchte dann der stärkste
sein und will den Nuckel unbedingt haben.
Mit der Einsetzen der Zahnung wird dem Körper vermehrt
Calzium entzogen. Das sollte ab jetzt mit den Schüsslersalzen
"Calcium fluoratum D12"- (PZN 2812943) und
"Calcium phosphoricum D10"- (PZN 2801365)
ausgeglichen werden. Ansonsten kann es später zu
Mangelkrämpfen und Doppelzahnung führen.
Anwendung: Je 5 Globuli (also zusammen 10 Stück)
in einer 3 ml-Spritze mit Wasser auflösen.
Von der Mischung 3 mal tgl. ca. 1 ml in Mäulchen
geben.
Sind die Augen
in Ordnung ?
Auch wenn die Augen noch geschlossen sind können
sie unter dem Lid bereits eitrig sein. In diesem Fall
erstmal nur mit einem weichen Tuch mit etwas warmem
Wasser leicht darüber wischen. Wenn weiterhin Eiter
austritt und eine leichte Schwellung vorhanden ist,
kann Bepanthen Augensalbe dünn aufgetragen werden.
Das hält die Haut weich und der Eiter kann leichter
ablaufen. Bitte nicht mit Tee drangehen, da die Pflanzenzusätze
weitere Entzündungen hervorrufen können. Wenn
keine Besserung eintritt, bitte über unser Forum
melden (am besten mit Foto der Augen). Antibiotische
Salben und Tropfen nur im absoluten Notfall.
Kot ?
Sollte während der Milchzeit unbedingt Sonnengelb
sein. Kleine Kügelchen in fester bis mittelweicher
Konsistenz - auf keinen Fall wässrig. Gelegentlich
ist der erste Kot etwas dunkler (braun oder sogar schwarz).
Vermutlich hat das Kleine in seiner Not Erde oder Schmutzwasser
getrunken, bis es gefunden wurde. Nach den ersten Milchmahlzeiten
sollte sich der Kot aber wieder normalisieren und gelb
werden. Falls das nicht der Fall ist, sollte eine Kotprobe
zum Tierarzt gebracht werden und auf Parasiten, Giardien
und Kokzidien untersucht werden.
Haben Sie mehr als ein
Baby, kann es sein, dass sich die Kleinen gegenseitig
am Geschlechtsteil besaugen - Sauginstinkt.
Dies sollte vermieden werden, da es sonst zu Entzündungen
kommen kann.
Bei meinen Babys 2008 waren 2 solche Unglückswürmer
dabei. Sie waren noch zu schwach sich zu wehren oder
wegzudrehen. Ich musste sie zumindest nachts trennen.
Am Tag konnte ich das selbst kontrollieren und den Kleinen
eben sofort Milch anbieten. In der Natur passiert das
nicht, da die Babys zumindest tagsüber ständig
die Zitzen der Mama zur Verfügung haben.
Bitte niemals füttern:
Vitaminpasten, Schokolade, gewürzte oder gesalzene
Speisen, Hackfleisch, Babygläschen für Kinder,
Säurehaltiges und Lebensmittel mit Konservierungsmitteln
oder Zusatzstoffen.
Mangelerscheinungen
Vor allem am Fell lässt
sich schnell erkennen, ob ein Mangel vorliegt. Nicht
jede Aufzuchtmilch ist geeignet. Es gibt Sorten, die
im Verhältnis 1:5 gemischt werden - die sind meist
mit zu wenig Nährstoffen versorgt. Helles Fell
oder gar Haarausfall ist die Folge. Falls sie sich nicht
sicher sind, ob ihre Milch ausreichend ist, fragen sie
uns einfach.
Auch die Farbe am Hals
verrät Mangelprobleme. Das Fell soll weiß
sein - orange oder gelb deutet häufig auf ein Leberproblem
hin, welches ebenfalls von der falschen Ernährung
kommt. Beide Symptome können allerdings auch Folgen
von Vergiftungen sein. Dazu ist der Allgemeinzustand
wichtig. Auch hier bitte eine genaue Beschreibung und
Fotos an uns weitergeben.
Feste Nahrung
In der Natur werden Steinmarder
8-10 Wochen gesäugt. Das gilt auch bei der Handaufzucht.
Bis zur 6. Woche nur Aufzuchtmilch - nichts anderes
(kein Babybrei oder sonstiges). Ab der 7. Woche (oder
wenn das Milchgebiss vollständig zu sehen ist)
kann dann bereits begonnen werden feste Nahrung anzubieten.
Für die ersten Versuche kann folgendes ausprobiert
werden:
- Welpen- oder Kittenfutter
aus dem Schälchen (Animonda), muss ohne Getreide
sein. Bitte
nicht mit der Aufzuchtmilch mischen - auch das führt
wieder zu Blähungen und Bauchweh.
- Die
feste Nahrung nie mit Milch mischen. Das Kittenfutter
besser mit etwas Wasser anrühren um genug Flüssigkeit
zu erreichen.
- Wasser
in Schüsselchen bringt nichts. Gibt nur eine
Überschwemmung im Käfig.
- Ab
dem Moment, wo das Futter richtig gerne gefressen
wird, reicht es die Aufzuchtmilch nur noch 2-3 mal
tgl. anzubieten bis sie komplett verweigert wird.
- Zwischen
Futter und Milch ausreichend zeitliche Abstände
einhalten - ca. 1 Stunde.
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