| Bei
akuten Problemen oder wenn sie hier keine Lösung
finden, wenden sie sich an unser Marderhilfsnetz
- Forum
Auf
dieser Seite finden sie:
Magen/Darm, Haut/Fell,
Verletzungen, Krämpfe,
Nerven/Neurologie, Vergiftungen,
Augen, Zähne,
Entzündung/Fieber,
Psyche, Übersäuerung
allg., Mangelerscheinungen,
Parasiten,
Viruskrankheiten, Genetische
Defekte
*
Generell gilt bei allen Angaben von Schüsslersalzen:
Baby's unter 8 Wochen nur Globuli geben. Eine Gabe entspricht
5 Globuli. Da die Tabletten Milchzucken enthalten kann
es bei kleinen Marderchen zu Durchfall führen.
Bei älteren Mardern kann man Tabletten geben -
aber max. 6-8 Tabletten pro Tag. Eine Gabe entspricht
einer Tablette. Globuli oder Tablette, immer in Wasser
auflösen - am besten in einer 5 ml Spritze (ohne
Nadel) und so ins Mäulchen geben
|
Notfall-Therapie/
Akut-Kur
Bei
den meisten Problemen (sehr schwach, trinkt nicht,
Durchfall uvm.) hilft erst mal die folgende Kur:
Schüssler Globuli Nr. 3 / 5 / 7 / 9 / 10
Von jeder Sorte 10
Stück Globuli (also gesamt 50 Globuli), diese
zusammen in ca. 5 ml warmen Wasser ausflösen
und mit der Spritze (bitte ohne Nadel) ins Schnauzi
geben.
Dosierung: 4 Stunden lang alle 10 Minuten ein
paar Tropfen ins Mäulchen geben. Danach noch
mind. 2-3 Stunden alle 30 Minuten und danach noch
Stündlich. Am Folgetag weiter stündlich.
Ab dem dritten Tag auf 6 mal tgl. reduzieren.
Es sollten nur Globuli verwendet werden, da es
sonst zu akutem Durchfall kommen kann. Nur wenn
keine Globuli greifbar sind, kann auf Tabletten
zurückgegriffen werden. In dem Fall dann
nur max. je 1/2 Tablette nehmen und so schnell
wie möglich Globuli besorgen z.B. bei www.omp-apotheke.de
Eine
detaillierte Beschreibung mit den passenden Schüsslersalzen
(inkl. PZN) finden sie hier:
Schüssler - Akutkur Plan zum ausdrucken
"Heiße
7"
1
ml warmes Wasser (sollte sehr warm sein aber nicht
heiß) + 10 Globuli Schüssler Nr. 7.
Innerhalb 2 Minuten tropfenweise verabreichen.
|
| Magen
/ Darm
Durchfall
Bei Durchfall muss
erst geklärt werden wovon er kommt. Marderbabys
haben immer einen Sonnengelben körnigen Stuhl
- das ist normal solange nur Milch getrunken wird.
Blut sollte nicht drin sein. Egal ob Baby oder
Jungendliche Marder - bei Blut im Stuhl handelt
es sich meistens um Kokzidien. In diesem Fall
ist eine Behandlung mit Sulfunamid nötig
- wir verwenden Kepinol bzw. Cotrim. Zum Abklären
immer eine Kotprobe zum Tierarzt bringen. Eine
Behandlung muß jedoch schnellstmöglich
erfolgen (Starker Kokzidienbefall führt innerhalb
2 Tagen zum Tod).
In allen anderen Fällen
gilt: So chemisch wie nötig aber so mild
wie möglich. Durchfall führt zu Kaliummangel.
Um einen solchen Mangel zu verhindern raten wir
auch hier zu der Akutkur - siehe oben.
Bei der Umstellung auf feste Nahrung kann es sein,
dass etwas im Futter nicht vertragen wird. Dann
am besten die Ernährung überprüfen.
Tipp's dazu siehe unter Ernährung.
Würmer oder Kokzidien - dazu mehr unter Parasiten.
Eine Übersichtsliste
der besten Durchfallmittel finden sie im Bereich
"Downloads"
unter Durchfall-
und Darmsanierungsmittel
Oft hilft bei akutem,
wässrigem Durchfall eine ein- oder zweimalige
Gabe der Schüsslersalze Nr. 8. Pro Gabe 5
Globuli. Vorsicht ! Kann bei falscher Anwendung
oder öfteren Gaben zu erbrechen bei Milchbaby's
führen.
Unverdautes
im Kot
Wenn Futterteile wie
Federn, Füße, Knochen oder Obst im
Kot zu sehen sind, stimmt meist etwas mit dem
Stoffwechsel oder der Darmflora nicht. Mögliche
Ursachen sind Antibiotika, Narkose, Entwurmung
usw. Durch die fehlenden Darmbakterien entstehen
Toxine (Gifte) die die Leber überlasten.
Das Marderchen wirkt müde und hat evtl. wenig
Appetit. Ein Zeichen dafür ist auch, wenn
das Marderchen die Küken und Mäuse ohne
Beinchen und Kopf verspeist.
Behandlung: 6 mal tgl. Schüssler 9 und 10
und 3 mal tgl. Schüssler 6. Nach 1-2 Wochen
kann Schüssler 12 (D12)- 6 mal tgl. dazugegeben
werden. Außerdem muß die Darmflora
wieder hergestellt werden. Dafür gibt es
diverse Mittel z.B Symbio Pet (weitere Mittel
siehe unter Durchfall-
und Darmsanierungsmittel). Zudem sollte darauf
geachtet werden die Säuren zu reduzieren
(wenig Obst und Fleisch - ausgenommen Mäuse
und Küken). Eine Messerspitze Heilerde kann
auch über das Katzen/Hundefutter gegeben
werden (nicht zusammen mit dem Darmsanierungsmittel).
Po
entzündet
Oft verursacht Durchfall
einen geröteten Po. Am besten nur vorsichtig
trockentupfen und evtl. mit Wund- und Heilsalbe
(Bepanthen) betupfen. Feuchtigkeit verschlimmert
die Reizung. Schüssler Nr. 9 stündlich
geben. Wie immer bei Milchbabys nur Globuli. Pro
Gabe 5 Globuli - auf ca. 0,5 bis 1 ml Wasser (am
besten gleich eine Vorratsspritze mit 5 ml zubereiten).
Grüner
Kot
Deutet meist auf Calziummangel
hin. Im Gegensatz zu anderen Wildtieren (Igel,
Eichhörnchen usw.) handelt es sich nicht
zwangsläufig um eine Parasitose.
Behandlung: Adler Ortho Kapseln Nr. 1 und 2. Bei
Marderchen über 8 Wochen je eine Kapsel/Tag
übers Futter. Unter 8 Wochen je eine halbe
Kapsel in die Milch mischen (auf mehrere Mahlzeiten
aufteilen). Schüssler Globuli 1 und 2 mind
6 mal tgl.
Brauner
Kot bei Milchbabys
Möglichkeit 1:
Futter erwischt - hier reicht schon ein Bröckchen
Katzenfutter. Sollte sich nach der nächsten
Milchmahlzeit wieder normalisieren.
Möglichkeit 2: oft zusätzlich ein dickes
Bäuchlein. Würmer oder Giardien - bitte
Kotprobe zum Tierarzt bringen und abklären
lassen. Behandlung: siehe unten unter "Parasiten".
Bitte auf keinen Fall irgendein Parasitenmittel
geben - das falsche Mittel (vorallem bei Babys)
kann tödlich sein.
Möglichkeit 3: Kokzidien. Bitte Kotprobe
beim Tierarzt untersuchen lassen. Behandlung mit
Cotrim - siehe unten unter "Parasiten".
Bitte niemals eines dieser Medikamente auf reinem
Verdacht geben - die Nebenwirkungen dürfen
nicht unterschätzt werden und sollten nur
in Kauf genommen werden, wenn das Marderchen ohne
dieses Mittel sterben würde.
Magen-
Darmentzündung
Falls eine richtige
Entzündung vorliegt ist abzuwägen, ob
Antibiotika eingesetzt werden muß. In diesem
Fall sollte das mildeste AB eingesetzt werden.
Nach unserer Erfahrung hilft hier "Cotrim".
Dosierung siehe unter Entzündung
- weiter unten im Text.
Darmvorfall
| 
Der
After ist leicht ausgestülpt. Passiert
nicht so häufig. Ursache: Streß
in verbindung mit mangelhafter Ernährung.
Für Marderbaby's bedeutet es extremen
Streß von der Mama getrennt zu werden
- dazu noch eine Milchumstellung - das kann
solche Folgen nach sich ziehen. Auch hier
kann mit Schüsslersalzen ein sehr schneller
Erfolg erzielt werden. Behandlung: Akutkur
- siehe oben |
| 
Pünktchen:
Ein starker Darmvorfall. Hier mußte
der Tierarzt ran um den Darm wieder zurückzuverlagern.
Leider war das Kleine schon zu schwach und
ist kurz darauf verstorben. |
Behandlung
eines starken Vorfalls:
-Ausgestülpen
Teil unbedingt feucht halten, Bephanten-Salbe,
Wasser
-Darm retonieren - muß steril gemacht werden
- Tierarzt
-Kot dünn halten - am besten mit Lactulose
oder auch Schüssler Tabletten (nicht übertreiben)
-evtl. Antibiotika geben. Bitte kein Baytril benutzen.
Behandlung
eines kleinen Vorfalls:
-Schüssler
1 und 2 ca. 5 mal tgl. je 5 Globuli
-Adler Ortho Nr. 9 und 7 tgl. mind eine Kapsel
ins Futter oder Milch
-evtl. Schüssler Nr. 11 (D6) - bitte in Absprache
mit uns
Milch
erbrechen
Durch die Umstellung
von der echten Mardermilch auf unsere künstliche
Aufzuchtmilch kommt es vor, dass Baby's die Milch
erbrechen. Dazu kommt noch Streß und Angst.
Maßnahmen:
Milch erstmal stoppen, 2 ml Amynin-Unterspritzung
um den Mineralhaushalt aufzufüllen, Akutkur
- siehe oben, Schüssler Nr. 8 weglassen (kann
bei falscher Anwendung oder häufigeren Gaben
wiederum zu erbrechen führen - nur nach unserer
Anweisung geben) und keine Orthos sowie andere
Ergänzungsmittel, einen halben Tag lang nur
verdünnten Fencheltee (zweiter Aufguß
und stark verdünnt ) geben, Milch überprüfen
(Haltbarkeit, Sorte, Mischungsverhältnis),
Hals und Rachen beim füttern gestreckt halten.
Nach dem halben Tag mit Fencheltee wieder langsam
mit Aufzuchtmilch beginnen - dazu erst die Milch
etwas dünner anmischen- später unbedingt
wieder normale Mischung.
Harter,
dicker Bauch (Blähbauch)
Wenn das Kleine einen
festen dicken Bauch hat und dazu noch oft schreit,
sind es meist Blähungen. Die Milch bei einer
Mahlzeit etwas dünner anrühren. Im Extremfall
sogar eine Mahlzeit komplett mit Fencheltee ersetzen
(der Tee darf nur zweiter Aufguß sein um
die Schwebstoffe zu beseitigen - also Beutel ins
heiße Wasser und wegschütten, dann
zweiten Aufguß benutzen und vor Fütterung
nochmal verdünnen). Außerdem hilft
eine
"Heiße
7":
1 ml warmes
Wasser (sollte sehr warm sein aber nicht heiß)
+ 10 Globuli Schüssler Nr. 7 (PZN 2889992).
Innerhalb 2 Minuten tropfenweise verabreichen.
Das bindet das Amoniak und entbläht sofort.
Chemische Zusätze
wie "Sab Simplex" sind nicht nötig.
Besser ist die Zugabe einer Messerspitze "Stulmisan"
(beim Tierarzt erhältlich). Sollte das Problem
danach nicht gelöst sein, bitte an uns wenden.
Wenn das Kleine dazu noch schlapp ist, wäre
es sinnvoll eine Kotprobe zum Tierarzt zu bringen
und auf Parasiten, Giardien und Kokzidien untersuchen
zu lassen. Bei positivem Befund kommt es auf die
Schwere des Befunds an, ob und was gegeben werden
soll - bitte nicht einfach entwurmen - die meisten
Mittel enden tödlich. Erst mit uns abklären. |
| Haut
/ Fell
Haarausfall
& weiße Marder
Marderchen
mit sehr hellem Fell haben meist Mangelerscheinungen,
die nur mit Behandlung behoben werden können.
Oft ist es auch die Folge von falscher Milch.
Hier muß sehr schnell gehandelt werden um
eine Auswilderungsfähigkeit sicher zu stellen.
Häufigste Ursachen dieser Fellprobleme: Pasteurisierte
Kuh- oder Ziegenmilch, Milch zu dünn angerührt,
falsche Zugaben zur Milch, ungeeignete Aufzuchtmilch.
Behandlung:
Schüsslersalze über mehrere Wochen:
1, 2, 12 (D12)- 5 mal tgl. je eine Tablette oder
bei Milchbabys je 5 Globuli.
Adler Ortho Kapseln Nr. 1, 2 und 12 - tägl.
je eine Kapsel (nicht bei Milchbabys), am besten
ins Futter mischen- auf mehrere Portionen verteilen.
Marderchen die bereits feste Nahrung bekommen
können frisches Knochenmehl* ins Futter bekommen.
Max. 1/2 bis 1 Teelöffel tgl.
Alternativ zum Knochenmehl kann zermahlene Eierschale
von rohen Eiern gegeben werden. Hiervon maximal
eine Messerspitze pro Tag übers Futter. Da
Eierschale sehr viel Calzium besteht, darf sie
nur Kurartig gegeben werden - also max. über
2 Wochen.
*
Knochenmehl - unbedingt nur frisches vom Metzger
geben - niemals Trockenpulver aus dem Zoomarkt

Fellprobleme wie
auf dem Foto deuten ebenfalls meist auf Mangelerscheinungen.
Früh genug erkannt, kann man hier noch gut
einwirken.
Meist
regeneriert sich das Fell wieder aber andere Folgeschäden
bleiben zurück. Leider betrifft der Mangel
oft die Augen - so kann es passieren dass die
Sehstärke beeinträchtigt ist. Dies muß
unbedingt abgeklärt sein bevor man an eine
Auswilderung denkt.
Bläschen
am Bauch / Haut
Das
kann viele Ursachen haben: Antibiotika, Übersäuerung,
falsche Milch oder Milchzugaben wie Joghurt oder
andere Sauermilchprodukte.
Dazu ist generell folgendes zu sagen:
Bläschen deuten bei Milchbabys meist auf
Darm/Leberprobleme hin. Bitte die Milch (Haltbarkeit)
überprüfen, Wasser besser abkochen,
keinen Tee (Fenchel oder Kamille) zugeben. Falls
das alles berücksichtigt wurde, ist die Milch
vermutlich zu dick angemischt, was die Leber überlastet.
In dem Fall für die nächsten 2-3 Mahlzeiten
mehr Wasser zum Pulver geben und erst langsam
wieder an das normale Mischungsverhältnis
angleichen.
Falls
es trotzdem weitergeht und die Bläschen nicht
verschwinden:
1. Die Bläschen nicht unnötig reizen
oder einreiben. Wenn, dann nur ganz sanft mit
Kamillentee betupfen.
2. Keine Salben - die decken die Bläschen
nur Luftdicht ab und Bakterien können sich
vermehren.
3. Peinliche Sauberkeit: Bakterien auf der Haut
verschlimmern die Lage. Also, Kot und Urin sofort
wegnehmen. Verschmutzte Körperstellen mit
Wasser reinigen.
4. Antibiotikum führt zu weiteren Problemen.
Die Darmflora wird zerstört. Vorallem bei
sehr kleinen Marderchen führt AB wiederum
zu Leberproblemen. Würde zwar erstmal zu
einer Besserung führen, aber später
erneut zu Bläschen führen.
5. Unverzüglich mit einer Akutkur beginnen.
Anleitung dazu unter : Schüssler
- Akutkur Plan Bitte die Zeiten genau einhalten.
6. Weiteres Vorgehen hängt von der Art der
Bläschen ab. Zu unterscheiden wären
hier Blächen mit eirigem Inhalt / Bläschen
mit weißen Inhalt / Bläschen mit wässrigem
Inhalt. Hier muß aber die Behandlung besprochen
werden.
7. Stulmisan zur Milch geben. Eine sehr kleine
Messerspitze pro Milchmahlzeit. Ist beim Tierarzt
erhältlich.
Bei
Problemen oder Fragen bitte an uns wenden.
Rauhes,
struppiges Fell ..
deutet auf eine Mangelernährung.
Bitte Futter überprüfen - hierzu mehr
auf der Seite "Ernährung".
Behandlung: Schüssler 1, 2, 8, 9, 10 - je
3 mal tgl. eine Gabe. Meist ist das Fell bereits
nach ca. 2 Wochen wieder seidig und glänzend
- gutes Futter vorausgesetzt. |
| Verletzungen
Bißwunden
und Verletzungen
Im akuten Fall die
Akutterapie - siehe oben durchführen. Bei
Abklingen nur noch 3 mal täglich. Zum Reinigen
der Wunde evtl etwas stark verdünntes Braunol
oder sehr stark verdünnten Kamillentee (zweiter
Aufguß). Bei Krustenbildung genau beobachten,
ob sich darunter Eiter bildet - in diesem Fall
die Kruste solange offen halten bis das Eiter
abgeflossen ist. Krustenbildung läßt
sich mit Feuchtigkeit (Tee oder warmes Wasser)
vermeiden.
Bei tiefergehenden
Wunden sollte mit Leukasekegel gearbeitet werden.
Bitte bei solchen Verletzungen lieber einen Tierarzt
zu Rate ziehen, da es sich hier um lebensbedrohliche
Zustände handeln kann oder das Tier ein Leben
lang beeinträchtigt sein kann. Bitte machen
sie den Tierarzt darauf aufmerksam, dass eine
örtliche Behandlung anzustreben ist. Für
eine antibiotische Behandlung haben wir unter
"Info's für Tierärzte"
weitere Informationen zusammengestellt.
| 
Dieses Marderchen
wurde mit einer Drahtschlinge um den Hals
gefunden. Die Haut war entzündet und
eitrig. |
| 
Mit diversen
Homöophatischen Mitteln und Mineralstoffen
sind die Haare wieder nachgewachsen und
die Haut ist gut verheilt. |
Oberflächliche
Schürfwunden
Traumeeltabletten
3 mal tgl. eine Tablette und Traumeelsalbe dünn
auftragen. Bitte genau beobachten ob sich Eiter
bildet oder die Wunde näßt.
Falls die Wunde eitert kann ein lokales Antibiotikum
wie z.B. Tetracyclin-Augensalbe auf die Wunde
aufgetragen werden. Bei nässenden Wunden
ohne Eiter hilft Schüssler Nr. 3 und 5 als
Akutkur (4 Std. alle 15 min. jeweils 20 Globuli).
Zur schnelleren Heilung am besten immer Schüssler
9 und 10 dazugeben.
Wenn sich Wunden zwar schließen aber eine
Verhärtung bleibt, kann mit "Poly Wundspray"
die Stelle mehrmals tägl. massiert werden.
|
Krämpfe
Marderartige neigen
generell zu Krämpfen.
Erste Anzeichen für Krämpfe sind: Angst,
Zittern, Schreien ! In diesem Fall sofort Schüsslersalze
Nr. 5, 7, 9 geben. Das mildert die Krämpfe
unverzüglich. Dann muß weitere Forschung
betrieben werden woher die Krämpfe kommen.
Meist sind es Mangel- oder Übersäuerungskrämpfe.
Der Stoffwechsel von Mardern ist eine Wissenschaft
für sich. Bei anfänglich kleinen Krämpfen
sollte nicht gleich auf eine chemische Keule (Buscopan
oder Barbiturate) zurückgegriffen werden.
Die meisten Mittel helfen zwar akut sehr schnell,
aber die Ursache wird dabei oft nur unterdrückt.
Die Nebenwirkung der meisten Mittel ist eine starke
Übersäuerung, welche in kurzer Zeit
zu erneuten Anfällen führt.
Hier eine Übersicht der häufigsten Krämpfe:
Vergiftungskrämpfe:
Ursache dafür sind oft Medikamente wie Antibiotika,
Parasitikum und Schmerzmittel. Der Stoffwechsel
von sehr kleinen Marderchen verkraftet diese Mittel
sehr schlecht und führt zu Krämpfen.
Die Symptome dafür können sein - Niedrige
Temperatur, Schwellungen, Hysterie, Beißwut,
Überreiztheit und Inappetenz. Behandlung:
Je eine Kapsel Adler Ortho 7 und 9 übers
Futter. Halbstündlich Schüsslersalze
Nr. 5, 7 und 9 (Nachts 2 stündlich weitergeben).
Amynin-Unterspritzung (je nach Gewicht 2 - 5 ml).
Das auslösende Mittel (Antibiotika, Entwurmung
usw.) sofort absetzen. Leider führen Entwurmungsmittel
bei Marderbabys in den meisten Fällen zum
Tod.
Zahnungskrämpfe:
siehe unter "Zähne".
Calciummangelkrämpfe:
Tritt oft bei Baby's nach der dritten Woche ein.
Die einzige Milch, die dem passenden Calciumbedarf
der Marder entspricht ist die Mardermilch selbst.
Deshalb sollte ab der dritten Lebenswoche Calcium
in Form von Schüsslersalzen (in dem Alter
unbedingt nur Globuli) zugegeben werden. Hierzu
die Salze 1, 2, und 12 geben. 3 mal tgl. je 5
Globuli in Wasser gelöst in die Milch geben.
Die Globuli schmecken süßlich und werden
deshalb immer gerne genommen. Bei Mardern nach
dem Milchalter gibt es noch einige Alternativen
um Calcium natürlich zuzuführen. Hier
kann gemahlene Eierschale sowie frisches Knochenmehl
gegeben werden. Die Dosierung hängt vom Alter
ab - bitte mit uns absprechen.
Epilepsie
Eine sehr schwierige
Form von Krämpfen ist die Epilepsie. Hierzu
kann es verschiedene Ursachen geben. Bevor die
Diagnose gestellt werden kann muß jedoch
sorgfältig abgewägt werden, ob es sich
nicht um Mangelkrämpfe oder Übersäuerung
handelt. Auf jeden Fall ist es angebracht erstmal
zu entsäuern - den welche Form von Krämpfen
es auch ist, eine Übersäuerung spielt
auf jeden Fall eine tragende Rolle. Vorgehensweise
bei Übersäuerung - siehe "Übersäuerung
allg.". Falls sie den Verdacht auf eine echte
Epilepsie haben, setzen sie sich bitte mit uns
in Verbindung. |
| Nerven
/ Neurologie
Bei
Nervenquetschungen oder Rückenmarksverletzungen
(durch Unfall
oder Trauma) ist oft der gesamte Hinterleib von
einer Lähmung betroffen. Dies hat zur Folge,
dass auch der Darm bzw. der Schließmuskel
nicht mehr funktioniert. Hier muss genau überlegt
werden, ob und wie das Leben eines solchen Tieres
noch Lebenswert ist. Ein Ausgewachsener Marder
mit einem solchen Defekt hat kein "Gutes
Leben" in Aussicht. Selbst bei Gehegehaltung
wird es im Erwachsenen-Alter eher eine Qual für
das Tier sein. Die Instinkte und das Revierverhalten
werden sich vermutlich komplett ausbilden. Marder
sind Flucht- und Klettertiere. Aber vorallem die
Inkontinenz - ständig verschmutzer, entzündeter
After- würde den Marder früher oder
später zum Verhängnis werden. Bakterien
und eitrige Entzündungen wären sein
Dauerproblem.
Wenn
so ein Trauma schnell behandelt wird, besteht
noch Hoffnung. Allerdings muß eine Behandlung
innerhalb der ersten 48 Stunden nach dem Unfall
erfolgen. Behandlungsmethode wäre hier: Cortison,
Vitamin B, Physiotherapie, Amynin und diverse
Schüsslersalze zur Regenerierung der Nerven.
Falls sie einen solchen Fall erleben, wenden sie
sich bitte direkt an mich.
Angstzustände
... sind meist die
ersten Anzeichen, dass hier etwas nicht stimmt.
Wenn kein Unfall oder Verletzung einhergingen,
deutet Angst meist auf einen Mangel hin. Während
der Zahnungsphasen (ab der 3. und 10 Woche) entsteht
oftmals Calciummangel. Wenn hier nciht rechtzeitig
gehandelt wird, kann es zu schlimmen Mangelkrämpfen
führen. Behandlung siehe "Zähne". |
Vergiftungen
...
durch Antibiotika, Parasitenmittel

Der
dicke Knoten an der Backe ist eine Nebenwirkung
von Antibiotika. Mit mehreren Gaben von Schüsslersalzen
hat sich der Knoten vollständig zurückgebildet.
Deshalb
sollte bereits während der ersten Gabe von
Antibiotika mehrmals tgl. Schüsslersalz Nr.
9 und 10 gegeben werden. Das sorgt dafür
dass das AB über den Darm ausgeschieden wird
und sich nicht wie auf dem Foto über die
Haut ausleitet. Eine anschließende Darmsanierung
ist zwingend nötig. Hierzu finden sie die
passenden Darmmittel unter: Durchfallmittel
/ Darmsanierung
Antibiotika
ausleiten: sofort mit Akutkur beginnen - siehe
oben, Adler Orthos 7 und 9 - tgl. je eine Kapsel
übers Futter, Homöopathisches Mittel
"Okubaka D2" - stdl. 3-4 Globuli über
2-3 Tage lang, "SymbioPet" zur Darmsanierung
übers Futter (Dosierung lt. Hersteller).
Zum einen kann auch Heilerde übers Futter
gegeben werden - 1 Messerspitze tgl. Zur kompletten
Darmsanierung ist jedoch SymbioPet nötig.
...
durch Parasitenmittel/Entwurmung:
Marderchen unter 8 Wochen reagieren sehr schnell
auf eine Entwurmung. Der Zustand verschlechtert
sich inner halb 48 rapide, Fressen/Trinken wird
eingestellt, der Tod tritt oft innerhalb weniger
Tage ein. Falls unwissenderweise eine Entwurmung
stattgefunden hat, muß unverzüglich
mit einer Akutkur - siehe oben begonnen werden,
außerdem eine Unterspritzung mit Amynin
und eingeben von "Okubaka D2" - stdl.
3 Globuli (in Wasser lösen und in Mäulchen
tropfen). Alles weitere liegt nicht mehr in unserer
Hand. Viel Glück !!!
....
durch Rattengift
In diesem Fall
muß unverzüglich eine Akutkur durchgeführt
werden. Bitte den Plan genau befolgen: Akutkur
. Am besten auch sofortige Infusion mit Amynin
- die ist jedoch mit dem Tierarzt erst abzuklären.
Die Überlebenschance nach Rattengift ist
sehr gering. Außerdem sollten Vitamin K
Spritzen verabreicht werden , da Rattengift die
Blutgerinnung derart runtersetzt dass die Tiere
über die Schleimhäute verbluten. Die
Behandlung sollte unbedingt über den Tierarzt
erfolgen.
Um ein Gift durch Erbrechen wieder herauszubefördern
ist beim Marder "Xylacin" zu verabreichen
- natürlich durch den Tierarzt. Dies muß
innerhalb 2 Stunden nach Aufnahme des Giftes erfolgen.
"Apomorphin" - wie bei Hunden anzuwenden,
hilft beim Marder leider nicht. Es darf jedoch
nicht bei jeder Giftart ein Erbrechen erzwungen
werden.
Aber egal welches Gift aufgenommen wurde, es ist
wichtig, dass sie den Wirkstoff und die Menge
wissen. Um zu erfahren, was zu tun ist, sollte
unbedingt erst die Gift-Notrufzentrale angerufen
werden. Diese ist für Bayern zu erreichen
über 089 /19240. Eine Übersicht gibt
es unter: Giftnotrufzentren
Leberkur
Jede Form der Vergiftung
führt unweigerlich zu Leberproblemen. Die
Langzeitschäden kann man oft nicht gleich
feststellen - aber sie sind da ! Deshalb sollte
unverzüglich nach abklingen der Vergiftungssymptome
eine Leberkur wie folgt durchgeführt werden:
Schüsslersalze Nr. 6, 9, 10 - 3 mal. tgl.
je 1/2 Tablette über 1-2 Monate. Wenn das
Marderchen während dieser Kur sehr schlapp
und müde ist, kann die 10 mehrmals tgl. gegeben
werden (bitte wieder aufpassen wegen Durchfall
- dann auf Globuli zurückgreifen bzw. mischen).
Wenn alles gut vertragen wird ab der 2. Woche
Schüsslersalz Nr. 12 dazugeben - ebenfalls
3 mal tgl. 1/2 Tablette.
Anzeichen für eine bereits länger andauernde
Leberschädigung: blasse Schleimhäute,
gelb-orange Färbung der Fells (vorallem am
weißen Fellteil zu erkennen), Augen vertieft
oder eitrig, Müdigkeit, Apathie (kein Appetit). |
| Augen
Eitrige
Augen (Baby's)
Auch geschlossene
Augen können bereits anschwellen oder eitern.
In dem Fall bitte niemals die Augen gewaltsam
öffnen. Selbst wenn an einer kleinen Stelle
etwas Flüssigkeit/Eiter austritt sollte lediglich
mit einem weichen feuchten Kleenex-Tuch oder Wattebausch
abgewischt werden. Dazu am besten einfach nur
warmes Wasser benutzen - erstmal auch keinen Tee
oder andere Hausmittel. Die Ursachen können
vielfältig sein. Meist liegt es daran, dass
die Kleinen längere Zeit ohne Mama waren
und deshalb der psychische Zustand diverse körperliche
Wehwehchen auslöst. Häufig liegt es
auch daran, dass falsche Milch ein Leberproblem
auslöst.
Behandlung:
- mit lauwarmen Wasser vorsichtig abwischen bzw.
abtupfen,
- Akutkur - siehe oben,
- falls das Eiter nicht abfliesen kann, mit Bepanthen
Augensalbe die Haut weich halten,
- in extremen Fällen muß möglicherweise
zu antibiotischen Augensalben gegriffen werden.
Blindheit
In
den letzten Jahren traten vermehrt Erblindungen
auf. Manche davon nur vorübergehend und andere
blieben dauerhaft Blind. Weitere Informationen
zu "Blindheit
bei Mardern"
Eine Trübung
der Pupille kann ein Zeichen auf eine Mangelerscheinung
sein - muß aber nicht gleich Blindheit bedeuten.
Um eine bessere Diagnose zu stellen, könnten
sie vorab bereits folgendes testen:
1. Zieht sich die
Pupille normal zusammen wenn Licht darauf fällt
(Taschenlampe) ?
2. Reflektieren die Augen wenn sie von ca. 3 Metern
Entfernung mit der Taschenlampe drauf leuchten
?
Außerdem
müßten wir so genau wie möglich
wissen, welche Milch gegeben wurde und welches
Futter angeboten wird. Falls Medikamente angewandt
wurden, bitte auch diese notieren und uns mitteilen.
Schlechtsichtigkeit
Marderchen, die über
längere Zeit einen Mangel hatten, können
als Spätfolge einen teilweisen Verlust des
Augenlichts verlieren. Vorallem Calciummangel
führt zu diesem Umstand. Während der
Wachstumsphase benötigt der gesamte Körper
sehr viel hochwertiges Calcium. Neben den Knochen
und den Zähnen ist Calcium auch für
den Aufbau der Iris nötig. Schlechtsichtige
Marder können erstmal nicht ausgewildert
werden. Unsere Erfahrung zeit jedoch, dass über
einen längeren Zeitraum mit den entsprechednen
Schüsslersalzen und bestimmten Nahrungszusätzen
eine Besserung möglich ist.
Behandlung:
- 3-5 mal tgl. Schüsslersalze Nr. 1, 2, 9
- 1 mal tgl. Schüssler Nr. 11 und Nr. 12
(immer zusammen mit Nr. 9 geben)
- 2 mal tgl. Schüssler Nr. 26 (Selenium)
über 1-2 Wochen als Kur (nicht länger)
- Lebertran tgl. 2 Tropfen übers Futter als
Kur max. 2-3 Wochen
- Bevitasel HK (beim Tierarzt erhältlich)
nach Dosierungsangabe
- Bitte kein Vitamin A - Präperat
zugeben (führt bei ungenauer Dosierung zu
Vergiftungen)
- evtl. 1-2 mal pro Woche rohe Hühnchenleber
füttern (max. 1 Stück Leber)
- eine, auf ihr Marderchen, abgestimmte Indikation
erstellen wir ihnen gerne nach Klärung genauer
Umstände
Schwellungen
am Auge

Unfälle bei
den ersten Freigängen sind nicht zu vermeiden.
Hier ist ein Holzstapel über dem Marder zusammengefallen.
Das Auge stand mehrere Tage unter Eiter und die
Schwellung ist nicht zu übersehen. Da wir
unsere Marderchen schon von klein an, an die süßlichen
Schüsslersalze gewöhnen, können
wir hier schnell und ohne Streß helfen.
Falls Blut oder eine
Verfärbung des Auges der Fall ist, kann mit
Heparin-Augensalbe schlimmeres vermieden werden.
Allerdings sollte das mit uns oder ihrem Tierarzt
abgeklärt werden.
Behandlung:
- Schüssler 3, 7, 8, 9, 10 als Akutkur ,
- 3 mal tgl. je eine Traumeeltablette
- Wenn Eiter kommt sollte die 8 weggelassen werden
und stattdessen die 5 dazu gepackt werden
- Wenn Verletzung bzw. Schwellung sehr nah am
Knochen ist, Traumeel-Creme dünn auftragen
(auf keinen Fall ins Auge bringen) |
Zähne
Zahnungskrämpfe
Symptome: Angst, Krämpfe bis zu Lähmungen
Angstzustand ist
ein alamierendes Signal. Tritt es bei Jungtieren
während dem ersten Zahnwechsel (ab dem 2.
Lebensmonat) auf kann das auf Calzium- und Magnesiummangel
deuten. Während dieser Zeit benötigt
der Körper sehr viel Calzium und Magnesium.
Ist dies nicht ausreichend zur Verfügung,
kann es zu sogenannten Zahnungskrämpfen kommen.
Damit ist nicht zu spaßen - es kann sogar
zum Tod führen. Die Krämpfe können
in kurzer Zeit soweit fortschreiten, dass komplette
Lähmungen der Gliedmaßen eintreten.
Die ersten Anzeichen dafür können eben
solche Angstzustände sein. Mein Rat: In Welpenfutter
und Fleisch ist nicht genügend von diesen
beiden Mineralien vorhanden. Eintagsküken
hätten genug davon, aber Marder in diesem
Alter fressen noch nicht genug davon um den Mineralhaushalt
damit abzudecken.
Mein
Tipp: Magnesium
phosphoricum D6 (Schüssler Nr. 7), Calcium
fluoratum D12 (Schüssler Nr. 1) und Calcium
phosphoricum D6 (Schüssler Nr. 2) besorgen.
Wenn
es schon weit fortgeschritten ist, sollten auch
entsprechende "Adler Ortho Kapseln"
gegeben werden. Dazu möchte ich aber keine
pauschalen Ratschläge geben, da hier bei
falscher Symptomerkennung gravierdende Probleme
entstehen können. Ortho Nr. 2, Nr. 9 und
Nr. 7 - täglich 1/2 Kapsel unters Futter
- ist in den meisten Fällen hilfreich (wenn
Durchfall eintritt mit kleinerer Dosis anfangen
und dann steigern).
1. 5-6
mal täglich und im Notfall muss eine "Heiße
7" (1 Tabl. Nr. 7
in sehr warmen Wasser auflösen) und oral
verabreicht werden. Der Wirkstoff wird über
die Mundschleimhaut aufgenommen. Das heißt,
die warme Flüssigkeit muss mit einer Spritze
(natürlich ohne Nadel) auf die Mundschleimhaut
getröpfelt werden, da bei akuten Krämpfen
das Schlucken ohnehin nicht möglich ist.
2. Nach der ersten Akutbehandlung
sollte sofort eine Kur mit Schüsslersalzen
(Magnesium und Calcium) folgen:
- Hundewelpenfutter
(am besten Animonda)
- mind 2 Küken
pro Tag.
- Am besten noch ergänzen
mit 2-3 Tel. frisch gemahlenen rohen Knochen pro
Tag.
Knochenmehl ist in frischer
Form nur bei einem Metzger zu erhalten (auf keinen
Fall auf ein Trockenprodukt aus dem Zoohandel
zurückgreifen - hier sind zuviele Nebenprodukte
enthalten).
Und
hier die Schüsslersalze zur Kur:
| 1.
Tag: |
Nr.
7 4 Stunden lang alle 15 min (2 Tabletten
in eine 5 ml Spritze und immer 1/2 ml verabreichen),
den restl. Tag stündlich 1/2 Tablette
Nr. 1 und Nr.
2 6 mal am Tag 1/2 Tablette beider
Salze (möglichst nicht zusammen mit Nr.
7 sondern mind 30 Min auseinander). |
| 2.
Tag: |
Nr.
7 wenn möglich immer noch stündlich
Nr. 1 und Nr.
2 wie am ersten Tag. |
| ab
3. Tag: |
Nr.
7 6 mal täglich
Nr. 1 und Nr.
2 wie am ersten Tag. |
Vorbeugen
!
Um einen solchen Mangel erst garnicht entstehen
zu lassen, sollte bereits während der ersten
Zahnungsphase (ab der 4. Woche) mit Globulis behandelt
werden.
Mit der Einsetzen
der Zahnung wird dem Körper vermehrt Calzium
entzogen. Das sollte ab jetzt mit den Schüsslersalzen
"Calcium fluoratum D12"- (PZN 2812943)
und "Calcium phosphoricum D10"- (PZN
2801365) ausgeglichen werden.
Anwendung: Je 15 Globuli (also zusammen
30 Stück) in einer 5 ml-Spritze mit Wasser
auflösen. Von der Mischung
3 mal tgl. ca. 0,5 ml in Mäulchen geben.

Epoliden
(Epulis) -
das sind Zahnfleischwucherungen. Tritt auch eher
bei erwachsenen Mardern ein. Auch hier kann mit
Homöophatie sehr schnell und streßfrei
geholfen werden. Wenn man nichts dagegen macht,
gehen Zähnchen verloren. Das Homöopathische
Mittel "Acidum nitricum D10" hilft hier
sehr gut und schnell. Es sollen 2 mal tgl. 3 Globuli
(in Wasser aufgelöst) eingegeben werden.
Die Dauer der Kur muß abgewägt werden.
Oft reicht eine Woche aus.

Doppelzahnung:
Die Milchzähne fallen nicht aus - die neuen
Zähne wachsen dadurch schief. Das ist meistens
ein Calziummangel. Deshalb sollte früh genug
mit Calziumzugabe angefangen werden. Am besten
bereits während der Milchzeit Schüssler
1 und 2 als Globuli geben - 2-3 mal tgl. je 5
Globuli (besser nicht in die Milch einrühren
sondern seperat in Wasser auflösen).
Eine Doppelzahnung
tritt erst ab der 10. Woche ein. Wenn das der
Fall ist, sollte unverzüglich mit einer 4-wöchigen
Kur begonnen werden.
Kur: 4 mal tgl. Schüsslersalz Nr. 2 (jeweils
eine Tablette). Die Kur sollte 4 Wochen lang gemacht
werden. |
Entzündung
/ Fieber
Schwellungen
Bei Schwellungen mit
Eiteransammlung: Akutkur durchführen - siehe
oben.
Bei Schwellungen an Gliedmaßen z.B nach
Prellung, Verstauchung usw. Schüssler Nr.
2 /3/9 und Nr. 8 ca 6 mal täglich je 1/2
Tabl. Zusätzlich 3 mal täglich eine
Traumeel-Tablette. Bei Abklingen nur noch 3 mal
täglich. Bei Schwellungen im Augenbereich
- siehe "Augen"
Halsschmerzen
Symptome: will nicht
fressen, evtl. erhöhte Temperatur.
Grund dafür: Halsschmerzen können diverse
Ursachen haben, meist jedoch einfach durch Zugluft
oder geschwächtem Immunsystem. Das führt
zu Eisenmangel und kann versch. Infekte auslösen.
Behandlung: Eine Akutkur über 4 Std. mit
Schüsslersalzen 3 und 5. Wie bei der normalen
Akutkur (siehe oben) alle 10 Minuten je eine Gabe
(1 Tablette oder 5 Globuli). Nach den 4 Stunden
sollte noch stündlich weitergegeben werden.
Meist fangen die Marder bereits nach 2-3 Stunden
an zu fressen - aber die Kur bitte unbedingt weiterführen.
Schnupfen
/ Niesen
Die Nase läuft,
das Marderchen niest ! Wenn der Nasenausfluß
eitrig ist, bitte unter "Entzündung
allgemein" weiterlesen. Falls es einfach
nur eine laufende Nase ist, kann folgende Behandlung
durchgeführt werden: Schüsslersalz Nr.
8 - alle 10 Minuten eine Gabe (1 Tablette oder
5 Globuli). Das muß 2 Stunden gegeben werden
- danach ein paar Stunden stündlich und dann
noch 4 mal tgl. (min. noch 1-2 Tage weitergeben).
Außerdem ist die normale Akutkur - siehe
oben - immer angesagt, um das Immunsystem zu stärken
und vor weiteren Infekten zu schützen. Bitte
beachten: Die Schüssler Nr. 8 nie zusammen
mit der Milch geben - kann bei falscher Anwendung
oder öfteren Gaben zu erbrechen führen.
Entzündung
allgemein
Bei hartnäckigen
Entzündungen wie z.B Lungenentzündung
und Darmentzündung hilft "Cotrim
Suspension für Kinder". Cotrim
ist verschreibungspflichtig - ein Rezept erhalten
sie bei ihrem Tierarzt.
Dosierung
und Anwendung:
1. Tag: 2 ml / kg - 2 mal tgl.
2. Tag: 1 ml / kg - 2 mal tgl.
Beispiel: Ein Marderchen mit 200 Gramm bekommt
am ersten Tag 0,4 ml jeweils morgens und abends
ins Mauli eingegeben. Ab dem 2. Tag noch 0,2 ml
- ebenfalls morgens und abends.
Dauer der Anwendung: Magen / Darmentzündungen
3-5 Tage, Lungenentzündung/schwere Erkältung
mit Fieber 7 Tage
Achtung Nebenwirkungen:
grüner Kot durch Calciummangel, Hautknoten
(verschiebbar), trockene Augen - mit Kochsalz-Augentropfen
lindern.
Generell sollte zu jeder Antibiotika-Therapie
mit den Schüssler-Salzen 9 und 10 gepuffert
werden (mind 3-5 mal tgl je eine 5 Globuli bzw.
eine Tablette).
Wie immer - bei Marderchen unter 8 Wochen nur
Globuli verwenden.
Abszeß
geschlossen
Hier muß erst
geklärt werden, ob es sein muß den
Abszeß zu öffnen oder ob er zum einschmelzen
gebracht werden kann. In diesem Fall bitte unbedingt
an uns wenden - über das Forum (unbedingt
mit Foto des Abszeßes) |
Psyche
/ Stereotypien
Hysterie, Apathie,
Schwanzfangen, Schwanzbeißen, Haare ausreißen,
Streß, Hektisches Hin- und Herlaufen, Wundlaufen
usw.
Stereotypien entwickeln nur Tiere, die nicht Artgerecht
gehalten werden. Beim Steinmarder entspricht eine
Artgerechte Haltung ausschließlich dem Leben
in freier Natur. Diese Verhaltensstörung
entsteht durch Langeweile, zu kleines Gehege falsche
Ernährung, falsche Haltung - kurz und gut
durch Menschenfehler !
Bei Steinmardern, die durch Menschen aufgezogen
werden, muss von Anfang an großer Wert darauf
gelegt werden, dass das Tier ausgewildert werden
kann - mehr dazu im Kapitel "Auswilderung".
In Ausnahmefällen ist eine Auswilderung jedoch
nicht möglich: Behinderung, Unfall, fehlerhafte
Aufzucht, uvm.
Wenn dies der Fall sein sollte, muss alles sehr
gut durchdacht werden. Einen Steinmarder im Gehege
zu halten bedarf viel Erfahrung und Know How.
Gehegegröße von mind. 100 qm, ausreichend
Spielmöglichkeiten und die richtige Ernährung
sind nicht zu unterschätzen. Ich selbst und
einige unserer Mitglieder halten Steinmarder in
Gehegen. Es sind zum Teil Behinderete Marder,
die nicht auswilderungsfähig sind. Da wir
auch hier mehrjährige Erfahrung mit der sensiblen
Marderpsyche sammeln mussten, geben wir unsere
Erfahrungen gerne an sie weiter - und keine Angst,
auch wenn wir es sehr stark veruteilen, das Marder
die durch Aufzuchtfehler, in Gehegen gehalten
werden müssen, werden wir ihnen und vorallem
"Ihrem Marder" gerne helfen. Allerdings
sei dazu noch folgendes gesagt: Sind bereits Anzeichen
von Stereotypien vorhanden, wird es eine Langwierige,
Zeitaufwendige und Kostspielige Angelegenheit,
dies wieder in den Griff zu bekommen. Aber wir
sind bereit dazu ! Mehr dazu unter "Gehegehaltung".
Eine Behandlung bedarf
einer genauen Analyse des Problems. Deshalb möchte
ich hier keine "Pauschalbehandlug" angeben.
Falls sie einen Gehegemarder mit Stereotypien
bei sich haben, nehmen sie bitte Kontakt mit uns
auf.
Penis
nuckeln
Kleine Marderchen
benuckeln sich gelegentlich am eigenen oder fremden
Penis. Das sind zwei verschiedene Angelegenheiten.
Was zunächst nach Psyche aussieht, ist in
Wirklichkeit meist ein Stoffwechselproblem.
Fall 1: Wenn sich der Kleine
selbst benuckelt deutet das meist auf eine Übersäuerung.
Durch Zugaben von Joghurt, falsches Futter oder
zu früh Obst übersäuert der Körper
und der Schiedel brennt. Deshalb versucht der
Kleine das brennen zu lindern indem er daran nuckelt.
In extremen Fällen kann es hier sogar zu
Entzündungen führen. Zunächst kann
man mit Schüsslersalz Nr.
9 eine schonende Entsäuerung einleiten -
6 mal tgl. je eine Gabe (bis zur 8. Woche je 5
Globuli danach je eine Tablette). Bei Marderchen
die bereits feste Nahrung fressen, sollte in nächster
Zeit ausschließlich "Animonda Kittenfutter
in Schälchen" gegeben werden. Falls
es nicht besser wird bitte bei uns melden.
Fall 2: Nuckeln am fremden Penis
bedeutet dagegen meist "Sehnsucht" nach
Mami. Bester Tipp: Viel schmusen und liebhaben.
Bei Marderchen bis zur 12. Woche besteht deshalb
nicht gleich die Gefahr die Kleinen zu sehr zu
Vermenschlichen. Wenn man es ab der 12. Woche
weniger werden läßt mit dem Verhätscheln,
werden sehr wohl noch wilde Marder daraus.
Falls ein Unglückswurm in der Gruppe ist,
der ständig von anderen benuckelt wird, sollte
die Gruppe zeitweise getrennt werden. Zumindest
Nachts, oder wenn niemand eingreifen kann.
Schwänzchen
nuckeln
Die generelle Bedeutung
ist hier: Flucht in eine andere Welt / Streßabbau.
Da die Marderkinder, die wir Menschen finden,
ob sehr viel schlimmes erlebt haben, ist es gut
nachvollziehbar, dass die kleinen sich in eine
Scheinwelt zurückziehen möchten. Gelegentliches
nuckeln ist nicht sehr bedenklich. Falls es jedoch
ständig stattfindet, sollten mit Schüssler
Nr. 7 und 9 die Nerven gestärkt werden. Mehrere
Gaben tgl. |
Übersäuerung
allgemein
"Übersäuerung"
ist häufige Ursache für viele Probleme
- nicht nur bei Mardern. Deshalb werden sie auf
dieser Seite öfter dieses Wort lesen. Deutlichstes
Symptom dafür ist "Ich bin Sauer".
Das kann als fiepen, schreien, quängeln,
beißen usw. zum Ausdruck gebracht werden.
Eine Übersäuerungskur führt in
den meisten Fällen zu einen Erfolg.
Die Kur: 3 mal tgl. je 2 Tabletten bzw. 10 Globuli
von den Schüsslersalzen 9, 10 und 23. |
Mangelerscheinungen
Das
beste Rezept um Mangelerscheinungen zu verhindern
ist die Natur selbst. Hier kann ich nur wieder
auf die Eintagsküken verweisen. Calzium,
Magnesium und weitere Mineralstoffe sind darin
enthalten. Auch Eiweiß und Fett. Eine ausgewogene
Ernährung ist nun mal das Wichtigste überhaupt.
Jeder Mangel im Körper führt zu bestimmten
Symptomen. Hierzu ist es wichtig das Tier genau
zu beobachten.
Augen, Zustand des Fells, Stuhlgang, Freßvorlieben,
Menge der Flüssigkeitsaufnahme uvm. Aber
auch das Verhalten ist sehr wichtig. Wie oben
bereits beschrieben ist Angst ein Anzeichen für
Calziummangel im fortgeschrittenem Stadium einer
Stoffwechselstörung. Beißwut oder Übereifer
können Anzeichen für Übersäuerung
sein - davon kommt auch "ich bin sauer".
Da bei Mangelerscheinungen zuviele Faktoren eine
Rolle spielen, kann ich hier keine pauschalen
Tipps geben. Es kommt eben auf den einzelnen Fall
an.
Bei
Marderbaby's ist der häufigste Grund für
einen Mangel die Aufzuchtmilch. Zu dünne
Milch führt zu Abmagerung und somit auch
zu Mangel an vielen Stellen. Das Marderkind auf
dem Foto ist unterernährt und weißt
einen deutlichen Calziummangel auf. Die Haare
sind fast vollständig ausgefallen und sehr
hell. Wir arbeiten derzeit an einer kompletten
Übersichts-Liste der gängigsten Milchsorten
- wird ab Herbst hier erscheinen. Bis dahin fragen
sie uns einfach nach der geeigneten Milch.
Erschöpfung
Erschöpfungszustände
können viele Ursachen haben. Meist sind sie
jedoch auf Mangelerscheinungen zurück zu
führen. Eine Diagnose hängt hier von
vielen Faktoren ab, die im einzelnen abgeklärt
werden müssen. In den meisten Fällen
helfen erstmal subkutane Unterspritzungen mit
Amynin - Dosierung: Marderchen unter 200 gr. bekommen
2-3 mal tgl. 2-3 ml unter die Haut. Außerdem
kann hier die Akutkur - siehe oben - Wunder bewirken.
Das Gegenteil wäre
Hyperaktivität oder sogar Hysterie - das
deutet meist auf Übersäuerung. |
Parasiten
Würmer
und Kokzidien
Gegen Würmer
sollte man das mildeste Mittel nehmen, das es
gibt. Am besten Flubenol-Paste. Die sollte aber
genau nach Gewicht dosiert werden. Um Würmer
nachzuweisen muß eine Kotprobe bei ihrem
Tierarzt untersucht werden. Wenn das gemacht wird,
sollte auch gleich auf Kokzidien und sonstige
Parasiten untersucht werden. Nur wenn wirklich
starker Befall von Würmern da ist, sollte
man mit Entwurmungsmitteln behandeln. Bei minimalem
Befall lieber lassen, da auch hier eine chemische
Keule drinsteckt, die das Immunsystem angreift.
Also bitte nicht einfach so entwurmen !
Ein schwacher Wurmbefall
stärkt das Immunsystem bei Wildtieren und
daher sollte hier nicht entwurmt werden.
Bandwurmbefall:
Droncit
Rundwurmbefall:
Banminth oder Flubenol
Generell bitte immer
erst das Tier stärken bevor man mit solchen
Mitteln hantiert. Ein schwaches Marderchen wird
die Wurmkur nicht überleben.
Kokzidien
sind bei Jungtieren sehr gefährlich und können
zum Tod führen. Bei Kokzidienbefall ist Cotrim
oder Kepinol einzusetzen. Eine Behandlung sollte
nur erfolgen, wenn tatsächlich Kokzidien
im Kot nachgewiesen wurden. Falls Sie Katzen oder
andere Haustiere haben, müssen auch die getestet
und behandelt weden. Auch Kleine Marderchen und
Babys können bereits Kokzidienbefall haben.
Falls jedoch Blut im Kot ist oder ein Durchfall
nicht nachläßt, sollten sie den Kot
beim Tierarzt untersuchen lassen. Dazu bitte eine
Sammelkotprobe abgeben - mind. 3 versch. Kotproben
sammlen.
Alle Säugetiere können Kokzidien haben
und es kann auch ein Befall vorliegen der zum
Tode führt, ohne das Blut im Stuhl zu sehen
ist. Meistens geht auch noch Gewichtsverlust mit
einher. Am besten sollte sofort nach Fund des
Tieres der erste Kot zum Tierarzt gebracht werden
und dort gleich nach Kokziden untersucht werden.
Auch ein leichter Befall muß behandelt werden.
"Cotrim
Suspension für Kinder". Cotrim
ist verschreibungspflichtig - ein Rezept erhalten
sie bei ihrem Tierarzt.
Dosierung
und Anwendung:
1. Tag: 2 ml / kg - 2 mal tgl.
2. Tag: 1 ml / kg - 2 mal tgl.
Beispiel: Ein Marderchen mit 400 Gramm bekommt
am ersten Tag 0,8 ml jeweils morgens und abends
ins Mauli eingegeben. Ab dem 2. Tag noch 0,4 ml
- ebenfalls morgens und abends.
Dauer der Anwendung bei Kokzidien: 5 Tage, dann
4-5 Tage Pause, dann nochmal 5 Tage Cotrim. Das
ist nötig, da die Kokzidien ca. 5 Tage im
Entwicklungsstadium sind.
Achtung Nebenwirkungen:
grüner Kot durch Calciummangel, Hautknoten
(verschiebbar), trockene Augen - mit Kochsalz-Augentropfen
lindern.
Generell sollte zu jeder Antibiotika-Therapie
mit den Schüssler-Salzen 4, 9 und 10 gepuffert
werden (mind 3-5 mal tgl je 5 Globuli bzw. eine
Tablette).
Wie immer - bei Marderchen unter 8 Wochen nur
Globuli verwenden.
Im Anschluß
an die Behandlung muß die Darmflora wieder
aufgebaut werden, da die Marder sonst später
in der Freiheit kein ausreichendes Immunsystem
haben. Dazu unbedingt mehrere Wochen mit BeneBac
oder SymbioPet behandeln.
Gleichzeitig müssen
alle Deckchen und Bettchen mit mind. 70 Grad gewaschen
werden, um eine erneute Ansteckung zu verhindern.
Außerdem die Flächen, Holz und Schlafplätze
mit einem Dampfgerät reinigen (während
der Cotrimkur täglich).
Giardien
Hier muß mit
Panacur behandelt werden. Bitte auch nur wenn
im Kot Giardien nachgewiesen sind. Genaue Dosierung
und Unterstützung mit Schüssler-Salzen
Nr. 9 und 10 - mehrmals tägl. eine Gabe.
Oftmals macht es Sinn, erst den allgemeinen Zustand
zu verbessern bevor man mit einem sehr straken
Mittel wie Panacur drangeht.
Im Anschluß an die Behandlung muß
die Darmflora wieder aufgebaut werden, da die
Marder sonst später in der Freiheit kein
ausreichendes Immunsystem haben. Dazu unbedingt
mehrere Wochen mit BeneBac oder SymbioPet behandeln.
Zecken
und Flöhe
Zecken sollten entfernt
werden - möglichst auch den Kopf erwischen
- sonst gibt es eine Entzündung. Ich kann
es am besten mit den Fingern oder bei ganz kleinen
Zecken mit einer Pinzette. Bei starken Befall
von Ectoparasiten bitte kein
Frontline benutzten. Hier kann "Exner Petguard"
eingesetzt werden (auch bei Milchbaby's). Die
Bettchen und Tücher müssen mit mind.
70 Grad gewaschen werden um auch die Floheier
abzutöten.
Madenbefall
Maden sofort absammeln
!! Falls sich Maden in den Ohren befinden, die
Öffnungen mit einer alkoholhaltigen Lösung
betreufeln (max. 2 Tropfen auf 1 ml Wasser)- bitte
nicht in die Augen bringen - darauf kommen die
Maden aus den Ohren gekrochen und man kann sie
absammeln. Maden die in Körperöffnungen
gelangen können Schäden mit todesfolge
anrichten. Die Haut mit Kamilletee oder Rivanol
reinigen.
Falls der Madenbefall
aufgrund einer darunterliegenden Verletzung ausgelöst
wurde, muß der Tierarzt aufgesucht werden.
Milben
Milben sind eine kritische
Sache - vor allem bei Marderbabys. Deshalb bitte
beim Tierarzt erst abklären, ob und um welche
Milben es sich handelt. Dann bitte mit dem Tierarzt
zusammen abwägen, was zu tun ist. |
| Viruskrankheiten
Staupe,
Tollwut usw.
Mit diesen Krankheiten
habe ich selbst noch keine Erfahrungen machen
müssen.
Eine Beschreibung der Krankheitsbilder gibt es
hier: Tierkrankheiten
oder bei Wikipedia
Impfungen
Generell sind Impfungen
nicht nötig. Wenn das Immunsystem in Ordnung
ist, kann der Marder in die Freiheit entlassen
werden. Impfungen halten ohnehin nur ein Jahr
(bei Tollwut bis zu 3 Jahren) und müßten
dann aufgefrischt werden. Solange sind unsere
Ziehkinder im Normalfall nicht bei uns. Da Tollwut
in Deutschland ziemlich selten ist, ist es nicht
nötig zu impfen. Auch sonst ist der Steinmarder
ziemlich resistent gegen Krankheiten.
Staupe tritt da wesentlich häufiger auf.
Da es vor allem Jungtiere betrifft, wäre
eine Impfung sinnvoll. Staupe verläuft in
den meisten Fällen tödlich. Da hier
die Symptome zunächst ähnlich wie bei
den Zahnungskrämpfen sind, kann dies leicht
verwechselt werden. Eine zu voreilige Impfung
könnte das schon geschwächte Jungtier
deshalb erst recht noch kränker machen. Frei
aufwachsende Marder werden von den Mami's auch
nicht zum impfen geschickt. |
Genetische
Defekte
Kleinwuchs
Ein
meist angeborener Defekt. In diesem Fall haben
sich die Hinterbeinchen nicht entwickelt. Der
Kleine hat auch kurz danach von selbst aufgegeben.
Ein artgerechtes Leben wäre weder in der
Natur noch im Gehege möglich gewesen.
Kleinwuchs
ist sehr selten - hat aber schlimme Folgen.
Mögliche Symptome: zittern, wackelige Beinchen,
Untergewicht, schreit viel, Pfoten kühl,
empfindlich am Po, verklebte Augen, liebt Wärme
und wie auf dem Foto zu sehen: die Relation des
Wachstums stimmt einfach nicht.
Behandlung:
Da es hier auf den einzelnen Fall ankommt, kann
ich keine pauschale Behandlungsmethode angeben.
Leider bemerkt man den Defekt auch erst zu spät.
Eine Behandlung hat selten einen Erfolg. Ich tendiere
allerdings immer dazu einen Versuch zu starten.
Falls sie einen Verdacht auf solch einen Defekt
haben, setzen sie sich bitte sofort mit uns in
Verbindung. Über unser Forum oder direkt
per Mail an mich.
Es
muß sich auch nicht immer gleich um Kleinwuchs
handeln. Die ersten Symptome können auch
auf einen massiven Calciummangel deuten. In den
ersten Wachstumsphasen der Marderbabys benötigt
der Körper extrem viel Calcium in organischer/mineralischer
Form. Eine Calcium-Kur ist in beiden Fällen
zu raten. Eine solche Kur kann wie folgt durchgeführt
werden: Schüssler
1, 2 und 12 (D12)- 3 mal tgl. je eine Gabe sowie
die Nr. 11 jedoch nur 2 mal tgl. eine Gabe (Babys
unter 8 Wochen natürlich als Globuli)
| Deformierte
Gliedmaßen
Solche
Fälle bleiben sicher eine seltene Ausnahme.
Der Vollständigkeit halber möchte
diesen Defekt jedoch trotzdem hier erwähnen.
Je nach Stärke der Mißbildung
kann ein Marder mit solch einer Behinderung
gut in der Natur überleben. Im Fall
von "Mambo" wäre es jedoch
schwierig geworden, da die Krallen sich
regelmäßig in den Fußballen
bohrten. Wir konnten es mit einer Operation
so hinbringen, dass er jetzt gut laufen
und klettern kann.
Wundlauf
entsteht ebenfalls durch eine stereotypes
Hin- und Heraufen am Gehege entlang. Es
können sich Blasen bilden oder auch
einfach blutende Wunden an den Fußsohlen.
Bei genetisch bedingten Deformierungen ist
das sicher vorprogrammiert.
Folgende Mittel in Wasser (5 ml) auflösen
und auf 5 mal tgl. verteilt geben:
3 Tabletten Schüssler Nr. 12
2 Tabletten Schüssler Nr. 8 - nur wenn
die Wunden nässen
2 Tabletten Schüssler Nr. 9
1 Tablette Traumeel
Je eine Gabe Schüssler 7 und 9 - am
besten als Globuli (jweils 5 Stück)
da es sonst schnell zu Durchfall kommen
kann
Außerdem sollten die Fußssohlen
mit einem selbstgemachten Pulver betupft
werden. Dazu hat sich bewährt, Traumeel-Tabletten
+ Schüssler Nr. 8 Tabletten + Chlorhexidinpuder
zu zerpulvern. Pfoten einfach kurz in das
Pulvergemisch stellen.
Adler Ortho 7 und 12 helfen ebenfalls die
Wundheilung zu beschleunigen. Tägl.
je eine Kapsel ins Futter oder ins Küken
spritzen.

Fotos:
Zunächst
verursachte die Deformierung Wundlauf und
eine extreme Krümmung der Krallen.
Durch gute Pflege, weichen Boden und Biochemie
kann er heute toll laufen, springen und
sich in seinem 100 qm großen Gehege
austoben. Allerdings
benötigt er lebenslang diverse Schüsslersalze
und ausgewogene Ernährung um eine erneute
Entzündung vorzubeugen.
Die
Zehenknochen sind nicht normal gewachsen.
Die Natur baut in solchen Fällen eine
Brücke an der Schwachstelle. Mambo's
Körper hat nun an den empfindlichen
Stellen eine ausgeprägte Hornhaut gebildet
und überbrückt so den kleinen
Defekt. Seine Psyche und sein Stoffwechsel
müssen allerdings lebenslang sehr ausgeglichen
sein, sonst entstehen wieder Schwachstellen. |
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