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Wir
erhalten immer wieder Anfragen von verunsicherten Kaninchenhaltern.
Natürlich sind wir auch daran interessiert, dass
die Marder nicht den süßen Langohren an den
Pelz gehen. Aus diesem Grund haben wir ihnen hier Informationen
zu Gehegen und den Gewohnheiten der Marder zusammengestellt.
In freundlicher Zusammenarbeit mit Frau Tschöpe
von Bunny-in gibt es unter www.bunny-in.de
genaue Anleitungen zum Bau eines sicheren Geheges.
Witzig,
wie sich manche vorstellen, der Marder könne seine
Knochen auf 3 cm zusammenklappen und durch so kleine
Löcher klettern. Eine häufige Aussage die
wir hören: "Wo ein Ei durchpaßt kommt
auch ein Marder durch !" - Nein, das stimmt so
natürlich nicht.
Das ausschlaggebende ist natürlich die Stabilität
des Gitters. Maschendraht, der beweglich und verschiebbar
ist, ist sicher kein Hindernis für einen Marder.
Bei der Gehegegitter-Auswahl sollten sie jedoch nicht
nur an den Steinmarder denken. Auch Hermeline und Wiesel
würden sich an Kaninchen oder Meerschweinchen heranwagen.
Bei
einem Gitter wie auf dem nebenstehenden Foto kommt jedoch
kein Marderartiger durch. Hier heißt es generell:
Lieber einmal etwas gutes, stabiles bauen als später
immer wieder zu verbessern und Löcher zu stopfen.


Gehegeanleitungen
und Tipps:
http://www.bunny-in.de/haltung
Die
grün ummantelten Gitter sind innen aber extrem
dünn und schon mit einer Menschenhand zu durchbohren
bzw. zu zerreißen. Somit schafft es auch der Marder.
Generell sind die mit Kunststoff ummantelten Gitter
nicht zu empfehlen. Gitterstärken die sich ohne
Ummantelung 1,2 mm rein auf den Draht beziehen ist das
absolut ok. Am besten verzinkt. Das ist wichtig, dass
das Rosten vermieden wird. Nach 1-2 Jahren im Regen
werden die nicht-verzinkten Gitter nämlich porrös
und es entstehen Lücken. Generell sollten sie jedes
Frühjahr das gesamte Gitter checken und nach Öffnungen
suchen um diese schnell wieder zu reparieren.
Durch
ein Gitter wie auf dem Foto kommt absolut kein Marder
durch - auch kein Hermelin oder Wiesel. Hier paßt
allemal eine Marderpfote hindurch - und solch ein Gehegegitter
besteht für die Ewigkeit.
Diese
Gitter gibt es als Rollenware - z.B. günstig bei
ebay zu finden.
Allerdings
ist zu bedenken, dass sowohl die Hasen als auch der
Marder Löcher in die Erde graben kann. Bei unseren
Mardergehegen gehen wir deshalb mit dem Gitter ca. 30
cm tief in die Erde.
Wo
kein Marder raus kommt, kommt auch keiner rein !
Wichtig
ist auch dass das Gehege oben zu ist. Marder klettern
jeden Draht hoch wenn sie hungrig sind. Aber auch Raubvögel
sollten keinen Zugang bekommen. Ein Netz reicht hier
sicher nicht aus.
Durch
Holz, OSB und Terrasendielen beißt sich der Marder
sicher nicht. Es müßten schon Lücken
von mehr als 4 cm vorhanden sein, dass er einen Versuch
startet, sich durchzubohren und das Loch zu vergrößern.
Und dann klappt es auch nur, wenn das Holz morsch ist.
Im
Frühjahr und Sommer findet der Marder genug Nahrung
und er wird keine großen Anstrengungen unternehmen
zu den Häschen oder Meerschweinchen zu gelangen.
Vorallem im Juli und August ernährt sich ein Steinmarder
bis zu 90 % nur von Obst. Es gibt genug Kirschen, Mirabellen,
Beeren, Äpfel usw. Was natürlich nicht heißt,
dass in dieser Zeit keine Gefahr für die Kaninchen
besteht. Aber zumindest ist der Marder dann nicht vom
Hungertod bedroht.
Kritisch
ist eher ein harter Winter - dann findet der Marder
wenig Futter.
Das
Märchen über Marder und Fuchs:
http://www.bunny-in.de/media/download_gallery/Die
Märchen über Marder und Fuchs.pdf
Für weitere Fragen stehe ich ihnen gerne zur Verfügung.
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